Zahlen, Daten, Fakten aus Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg entscheiden sich immer mehr Menschen für ein Studium ohne (Fach-)Abitur. Die aktuellen Daten zeigen, dass der Hochschulzugang über eine berufliche Qualifikation seit Jahren an Bedeutung gewinnt und 2024 neue Höchstwerte erreicht. Bereits seit 2010 steigt der Anteil der Studienanfänger*innen ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung (HZB) prozentual relativ konstant. Auch der Anteil der Studierenden wächst stetig und liegt 2024 bei 1,5 Prozent. Bei den Hochschulabsolvent*innen ohne (Fach-)Abitur zeigt sich eine ähnlich positive Entwicklung – ihr Anteil hat sich seit 2010 von 0,4 auf 1,3 Prozent mehr als verdreifacht.
Dieser Trend spiegelt sich auch in den absoluten Zahlen wider. Die Zahl der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur hat sich in den vergangenen 14 Jahren von 626 auf 1.252 exakt verdoppelt. Die Mehrheit der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur in Baden-Württemberg ist an einer staatlichen Hochschule immatrikuliert (802), danach folgen private Hochschulen (395). Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft spielen eine untergeordnete Rolle (55). Zu den drei nachgefragtesten Hochschulen gehören die Duale Hochschule Baden-Württemberg mit 189 Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur, die Hochschule für Polizei (162) und die AKAD Hochschule Stuttgart (149). Besonders deutlich ist das Wachstum aber auch bei den Studierenden ohne allgemeine Hochschul- und Fachhochschulreife: Von 1.640 Personen im Jahr 2010 stieg die Zahl bis 2024 auf 5.279 und damit auf mehr als das Dreifache. Die Zuwächse setzten dabei vor allem ab 2017 stark ein. Auch die Zahl der Hochschulabsolvent*innen ohne schulische HZB entwickelt sich dynamisch und erreicht 2024 mit 951 Personen einen neuen Spitzenwert.