Zahlen, Daten, Fakten aus Bremen
In Bremen entscheiden sich immer mehr Menschen für ein Studium ohne (Fach-)Abitur. Die aktuellen Daten zeigen eine besonders dynamische Entwicklung: Der Hochschulzugang über berufliche Qualifikationen hat seit 2010 deutlich an Bedeutung gewonnen und erreicht 2024 in allen Bereichen neue Höchstwerte. Der Anteil der Studienanfänger*innen ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung (HZB) steigt von 1,7 Prozent im Jahr 2010 auf 5,8 Prozent im Jahr 2024 – ein außergewöhnlich starker Zuwachs, der sich vor allem ab 2016 abzeichnet. Auch der Anteil der Studierenden ohne (Fach-)Abitur wächst kontinuierlich und erreicht 2024 mit 4,1 Prozent einen neuen Rekordwert. Bei den Hochschulabsolvent*innen zeigt sich ebenfalls eine langfristig positive Entwicklung: Ihr Anteil nimmt von 0,7 Prozent (2010) auf 2,6 Prozent (2024) zu.
Dieser deutliche Aufwärtstrend zeigt sich auch in den absoluten Zahlen. Die Zahl der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur steigt von 110 Personen im Jahr 2010 auf 406 Personen im Jahr 2024 – und damit auf fast das Vierfache. Die Mehrheit der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur in der Hansestadt ist an einer privaten Hochschule immatrikuliert (345). Danach folgen die staatlichen Hochschulen (61). Zu den drei nachgefragtesten Hochschulen bei den Studienanfänger*innen ohne allgemeine Hochschul- und Fachhochschulreife gehören die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft mit 336 Personen, die Universität Bremen (43) und die Hochschule Bremerhaven (9). Auch bei den Studierenden setzt sich der positive Trend fort: Von 310 Personen im Jahr 2010 wächst ihre Zahl bis 2024 auf 1.553 und damit auf das Fünffache. Die Zahl der Hochschulabsolvent*innen ohne schulische HZB erreicht 2024 mit 170 Abschlüssen ebenfalls einen neuen Höchststand und zeigt damit, dass immer mehr beruflich Qualifizierte ihr Studium erfolgreich abschließen.