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Zahlen, Daten, Fakten aus Rheinland-Pfalz


In Rheinland-Pfalz entscheiden sich seit vielen Jahren zunehmend Menschen für ein Studium ohne (Fach-)Abitur. Die aktuellen Daten zeigen eine kontinuierlich positive Entwicklung über den gesamten Zeitraum seit 2010. Der Anteil der Studienanfänger*innen ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung (HZB) lag 2010 bei 1,1 Prozent und stieg in den Folgejahren deutlich an. Besonders zwischen 2010 und 2014 ist ein starker Aufwärtstrend sichtbar, der sich anschließend etwas verlangsamt, aber dennoch fortsetzt. 2024 liegt der Anteil der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur bei 3,8 Prozent und erreicht damit einen der höchsten Werte im Zeitverlauf. Auch der Anteil der Studierenden ohne schulische HZB zeigt eine stabile, langfristig positive Entwicklung und beträgt 2024 wie im Vorjahr 3,1 Prozent. Bei den Hochschulabsolvent*innen ist seit 2010 ein kontinuierlicher Anstieg zu beobachten – ihr Anteil steigt von 0,8 Prozent 2010 auf 3,1 Prozent im Jahr 2024.

Diese Entwicklung lässt sich auch in den absoluten Zahlen klar erkennen. Die Zahl der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur steigt von 249 Personen im Jahr 2010 auf 708 Personen im Jahr 2024 und hat sich damit innerhalb von 14 Jahren nahezu verdreifacht. Die Mehrheit der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur in Rheinland-Pfalz ist an einer staatlichen Hochschule immatrikuliert (680), danach folgen kirchliche Hochschulen (25). Hochschulen in privater Trägerschaft spielen eine untergeordnete Rolle (3). Zu den drei nachgefragtesten Hochschulen gehören die Hochschule Koblenz mit 211 Studienanfänger*innen ohne allgemeine Hochschul- und Fachhochschulreife sowie die Hochschule Kaiserslautern (87) und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (73). Auch die Zahl der Studierenden ohne schulische HZB steigt langfristig kontinuierlich an: von 925 im Jahr 2010 auf 3.370 im Jahr 2024. In der Spitze wurden jedoch in den Jahren 2020 und 2021 Werte von über 3.700 Studierenden erreicht. Die Zahl der Hochschulabsolvent*innen ohne schulische HZB zeigt ebenfalls ein deutliches Wachstum und liegt im Jahr 2024 bei 693 Abschlüssen.