Zahlen, Daten, Fakten aus Saarland
Im Saarland entscheiden sich seit vielen Jahren zunehmend Menschen für ein Studium ohne (Fach-)Abitur. Die aktuellen Daten zeigen eine deutlich positive Entwicklung sowohl bei den Anteilen als auch bei den absoluten Zahlen. Der Anteil der Studienanfänger*innen ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung (HZB) lag 2010 noch bei 0,4 Prozent und stieg in den darauffolgenden Jahren stetig an. Besonders ab 2017 ist ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen, der sich bis 2024 fortsetzt. Im aktuellen Berichtsjahr liegt der Anteil der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur bei 2,3 Prozent – dem höchsten Wert im gesamten Zeitraum. Auch der Anteil der Studierenden ohne schulische HZB steigt kontinuierlich und erreicht 2024 einen Wert von 1,5 Prozent. Bei den Hochschulabsolvent*innen ist ebenfalls ein langfristiger Anstieg zu beobachten: Ihr Anteil wächst von 0,3 Prozent im Jahr 2010 auf 1,3 Prozent im Jahr 2024.
Diese Entwicklung zeigt sich auch in den absoluten Zahlen sehr deutlich. Die Zahl der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur steigt von 22 Personen im Jahr 2010 auf 128 Personen im Jahr 2024 und erreicht damit einen neuen Höchststand. Die Mehrheit der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur im Saarland ist an einer staatlichen Hochschule immatrikuliert (75). Danach folgen private Hochschulen (53). Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft spielen im Saarland keine Rolle. Zu den drei nachgefragtesten Hochschulen gehören die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmamangement GmbH mit 53 Studienanfänger*innen ohne allgemeine Hochschul- und Fachhochschulreife sowie die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (43) und die Universität des Saarlandes (14). Die Zahl der Studierenden ohne schulische HZB wächst im Laufe der Jahre ebenfalls kontinuierlich und steigt von 63 Personen im Jahr 2010 auf 459 Personen im Jahr 2024 – ein neuer Höchstwert. Auch die Zahl der Hochschulabsolvent*innen zeigt seit 2010 einen klaren Aufwärtstrend: Die Zahl der erfolgreichen Studienabschlüsse ohne schulische HZB erhöht sich von 8 auf 89 und erreicht einen neuen Spitzenwert.