Der Online-Studienführer für alle beruflich Qualifizierten

Zahlen, Daten, Fakten aus Schleswig-Holstein


In Schleswig-Holstein entscheidet sich seit vielen Jahren eine stabile Zahl von Menschen für ein Studium ohne (Fach-)Abitur. Die aktuellen Daten zeigen, dass der Hochschulzugang über eine berufliche Qualifikation im Land zwar genutzt wird, jedoch mit wechselhaften Entwicklungen im Zeitverlauf verbunden ist. Der Anteil der Studienanfänger*innen ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung (HZB) stieg zwischen 2010 und 2011 zunächst auf 1,8 Prozent an, sank anschließend jedoch wieder ab und blieb über viele Jahre hinweg relativ stabil. Nach einem erneuten Anstieg ab 2018 liegt der Anteil 2024 bei 1,7 Prozent. Der Anteil der Studierenden ohne schulische HZB entwickelt sich seit 2010 insgesamt positiv – von 0,7 Prozent auf 1,4 Prozent im Jahr 2024. Auch bei den Hochschulabsolvent*innen ist ein langfristiger Aufwärtstrend zu erkennen: Ihr Anteil steigt von 0,5 Prozent auf 1,2 Prozent im Jahr 2024.

Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in den absoluten Zahlen wider. Die Zahl der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur lag 2010 bei 91 Personen, erreichte 2023 einen Spitzenwert von 208 Personen und fällt 2024 auf 173 Personen zurück. Die Mehrheit der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur im nördlichsten Bundesland ist an einer staatlichen Hochschule immatrikuliert (166). Private Hochschulen (7) spielen eine untergeordnete Rolle, Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft gar keine. Zu den drei nachgefragtesten Hochschulen in Schleswig-Holstein gehören die Fachhochschule Kiel mit 65 Studienanfänger*innen ohne allgemeine Hochschul- und Fachhochschulreife sowie die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung (29) und die Musikhochschule Lübeck (18). Die Zahl der Studierenden zeigt hingegen eine langfristig stabile bis leicht steigende Entwicklung: von 359 Studierenden im Jahr 2010 auf 905 Studierende im Jahr 2024, mit klaren Zuwächsen vor allem in den Jahren 2017 bis 2023. Die Zahl der Hochschulabsolvent*innen ohne schulische HZB wächst ebenfalls kontinuierlich – von 37 Abschlüssen im Jahr 2010 auf 148 im Jahr 2024.