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Zahlen, Daten, Fakten aus Niedersachsen


In Niedersachsen entscheiden sich seit vielen Jahren kontinuierlich Menschen für ein Studium ohne (Fach-)Abitur. Die aktuellen Daten zeigen dabei ein stabiles Niveau bei den Studienanfänger*innen sowie einen deutlichen Anstieg bei den Hochschulabsolvent*innen ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung (HZB). Der Anteil der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur lag bereits 2010 bei 1,4 Prozent und bewegte sich in den Folgejahren zwischen 1,4 und 2,3 Prozent. 2024 beträgt er 2,0 Prozent. Auch der Anteil der Studierenden ohne schulische HZB zeigt seit 2010 eine leichte, aber kontinuierliche Aufwärtsentwicklung und liegt 2024 bei 1,8 Prozent. Der Anteil der Hochschulabsolvent*innen ist mit 1,6 Prozent im Jahr 2010 und ebenfalls 1,6 Prozent 2024 weitgehend konstant.

Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in den absoluten Zahlen wider. Die Zahl der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur zeigt über die gesamte Zeitreihe hinweg nur moderate Schwankungen und liegt 2024 mit 628 Personen nahezu auf dem Niveau der Vorjahre. Die Mehrheit der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur im Flächenland ist an einer staatlichen Hochschule immatrikuliert (533), danach folgen private Hochschulen (95). Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft spielen keine Rolle. Zu den drei nachgefragtesten Hochschulen gehören die Hochschule Osnabrück mit 75 Studienanfänger*innen ohne allgemeine Hochschul- und Fachhochschulreife, die Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth (69) sowie die Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften (63). Die Studierendenzahlen hingegen steigen im Verlauf der 2010er-Jahre kontinuierlich an – von 2.086 im Jahr 2010 auf einen Höchstwert von 3.634 im Jahr 2018 – und stabilisieren sich anschließend auf hohem Niveau. 2024 zählt Niedersachsen 3.330 Studierende ohne schulische HZB. Besonders deutlich fällt die Entwicklung der Hochschulabsolvent*innen aus: Ihre Zahl steigt von 455 im Jahr 2010 auf 630 im Jahr 2024, was eine stetig zunehmende Zahl erfolgreicher Studienabschlüsse zeigt.