Zahlen, Daten, Fakten aus Bayern
In Bayern entscheiden sich immer mehr Menschen für ein Studium ohne (Fach-)Abitur. Die aktuellen Daten zeigen, dass der Hochschulzugang über eine berufliche Qualifikation deutlich an Bedeutung gewonnen hat und 2024 in mehreren Bereichen neue Höchstwerte erreicht. Seit 2010 ist ein kontinuierlicher Anstieg beim Anteil der Studienanfänger*innen ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung (HZB) zu beobachten: von damals 1,3 Prozent auf nun 2,2 Prozent. Besonders in den Jahren 2015 bis 2020 kam es zu einem starken Wachstumsschub, bevor sich die Entwicklung in den Folgejahren stabilisierte. Auch der Anteil der Studierenden ohne Abitur wächst stetig und liegt 2024 bei 2,0 Prozent. Die Hochschulabsolvent*innen zeigen ebenfalls eine dynamische Entwicklung – ihr Anteil stiegt zwischen 2010 und 2024 von 0,1 auf 2,1 Prozent und bleibt in den letzten Jahren konstant auf dem Höchstwert.
Dieser Trend zeigt sich ebenso in den absoluten Zahlen. Die Zahl der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur hat sich zwischen 2010 und 2024 von 860 auf 1.724 verdoppelt. Auch hier zeigt sich über die Jahre hinweg ein kontinuierlicher Anstieg und zuletzt eine Stabilisierung. Die Mehrheit der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur in Bayern ist an einer staatlichen Hochschule immatrikuliert (1.339), danach folgen private Hochschulen (282). Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft spielen eine untergeordnete Rolle (103). Zu den drei nachgefragtesten Hochschulen bei den Studienanfänger*innen ohne schulische HZB gehören die FOM Hochschule für Oekonomie & Management mit Standorten in Augsburg, München und Nürnberg (149), die Technische Hochschule Nürnberg (122) und die Technische Hochschule Deggendorf (77). Parallel wächst auch die Zahl der Studierenden ohne schulische HZB sehr dynamisch: von 1.564 Personen im Jahr 2010 auf 7.968 im Jahr 2024 – und damit auf mehr als das Fünffache. Besonders stark fiel der Zuwachs in den späten 2010er-Jahren aus. Auch die Zahl der Hochschulabsolvent*innen steigt deutlich an und erreicht 2024 mit 1.619 Abschlüssen den höchsten Wert seit Beginn der Erhebung.