Zahlen, Daten, Fakten aus Mecklenburg-Vorpommern
In Mecklenburg-Vorpommern entscheiden sich seit vielen Jahren kontinuierlich Menschen für ein Studium ohne (Fach-)Abitur. Der Anteil der Studienanfänger*innen ohne schulische HZB lag 2010 bereits bei 2,2 Prozent, stieg im Jahr 2011 deutlich an und bewegte sich zwischen 2012 und 2020 auf einem weitgehend stabilen Niveau. In den darauffolgenden Jahren kam es erneut zu leichten Anstiegen, bevor der Anteil zuletzt wieder zurückging und 2024 bei 2,4 Prozent liegt. Dagegen zeigt der Anteil der Studierenden ohne (Fach-)Abitur eine langfristig positive Entwicklung und liegt 2024 bei 2,1 Prozent. Am deutlichsten ist der Anstieg bei den Hochschulabsolvent*innen: Ihr Anteil wächst seit 2010 von 0,6 Prozent auf 2,4 Prozent und erreicht 2024 einen neuen Höchstwert.
Diese Entwicklungen lassen sich auch in den absoluten Zahlen ablesen. Die Zahl der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur bewegte sich im Zeitraum seit 2010 meist zwischen 150 und 230 Personen; 2024 liegt sie bei 134 und damit wieder etwas unter dem langfristigen Durchschnitt. Die Mehrheit der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur in Mecklenburg-Vorpommern ist an einer staatlichen Hochschule immatrikuliert (127), danach folgen private Hochschulen (7). Zu den drei nachgefragtesten Hochschulen gehören die Hochschule Wismar mit 81 Studienanfänger*innen ohne allgemeine Hochschul- und Fachhochschulreife sowie die Universität Rostock und die Universität Greifswald (jeweils 10). Die Zahl der Studierenden ohne schulische HZB zeigt hingegen ein stabiles Wachstum über die Jahre hinweg: von 468 Personen im Jahr 2010 auf 764 im Jahr 2024, mit Spitzenwerten im Jahr 2021. Besonders eindrucksvoll ist die Entwicklung bei den Hochschulabsolvent*innen ohne schulische HZB: Ihre Zahl steigt von 36 im Jahr 2010 auf 160 im Jahr 2024 und erreicht damit den höchsten Wert seit Beginn der Erhebung.