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Zahlen, Daten, Fakten aus Sachsen-Anhalt


In Sachsen-Anhalt entscheiden sich seit vielen Jahren zunehmend Menschen für ein Studium ohne (Fach-)Abitur. Die aktuellen Daten zeigen, dass sich der Hochschulzugang über eine berufliche Qualifikation im Land positiv entwickelt. Der Anteil der Studienanfänger*innen ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung (HZB) lag 2010 bei 1,3 Prozent und blieb in den folgenden Jahren zunächst weitgehend stabil. Ab 2016 ist ein spürbarer Anstieg erkennbar, der sich bis 2024 fortsetzt. Im aktuellen Berichtsjahr liegt der Anteil der Studienanfängerinnen ohne (Fach-)Abitur bei 2,0 Prozent. Auch der Anteil der Studierenden ohne schulische HZB zeigt eine langfristig positive Entwicklung und erreicht 2024 einen Wert von 2,4 Prozent. Besonders dynamisch ist der Anstieg bei den Hochschulabsolvent*innen: Ihr Anteil steigt seit 2010 von 0,8 Prozent auf 3,0 Prozent im Jahr 2024 und erreicht damit einen neuen Höchststand.

Diese Entwicklung zeigt sich ebenfalls in den absoluten Zahlen. Die Zahl der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur lag 2010 bei 127 Personen und bewegt sich im Zeitraum bis 2024 überwiegend zwischen 90 und 180 Personen. Im Jahr 2024 sind es 174 Studienanfänger*innen. Die Mehrheit der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur in Sachsen-Anhalt ist an einer staatlichen Hochschule immatrikuliert (128), danach folgen private Hochschulen (46), während Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft keine Rolle spielen. Zu den drei nachgefragtesten Hochschulen in Sachsen-Anhalt gehören die Steinbeis Hochschule mit 46 Studienanfänger*innen ohne allgemeine Hochschul- und Fachhochschulreife sowie die Hochschule Anhalt (40) und die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (26). Die Zahl der Studierenden ohne schulische HZB steigt langfristig von 548 im Jahr 2010 auf 1.303 im Jahr 2024, mit besonders starken Anstiegen ab 2016. Sehr deutlich fällt die Entwicklung bei den Hochschulabsolvent*innen aus: Ihre Zahl steigt von 68 im Jahr 2010 zunächst moderat, dann ab 2020 sehr dynamisch auf 315 Personen im Jahr 2024 – dem höchsten Wert im gesamten Betrachtungszeitraum.