Der Online-Studienführer für alle beruflich Qualifizierten

Zahlen, Daten, Fakten aus Brandenburg


In Brandenburg entscheiden sich wieder mehr Menschen für ein Studium ohne (Fach-)Abitur. Die aktuellen Daten zeigen, dass der Hochschulzugang über berufliche Qualifikationen im Land über die Jahre hinweg unterschiedlich genutzt wude, aber die Anteile 2024 bei den Studienanfänger*innen und Hochschulabsolvent*innen ohne (Fach-)Abitur wieder deutlich gestiegen sind. So liegt dieser bei den Studienanfänger*innen ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung (HZB) bei 1,8 Prozent. Auch der Anteil der Hochschulabsolvent*innen entwickelt sich positiv: Er erhöht sich seit 2010 von 1,3 auf 1,6 Prozent. Der Anteil der Studierenden ohne schulische HZB zeigt hingegen über die Jahre hinweg leichte Schwankungen und liegt 2024 bei 1,2 Prozent.

Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in den absoluten Zahlen wider. Die Zahl der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur bewegt sich seit 2010 in einem stabilen Bereich zwischen 105 und 190 Personen und erreicht 2024 mit 191 Studienanfängerinnen den höchsten Wert im Betrachtungszeitraum. Die Mehrheit der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur in Brandenburg ist an einer staatlichen Hochschule immatrikuliert (130), danach folgen private Hochschulen (61). Zu den drei nachgefragtesten Hochschulen in Brandenburg gehören die HSD Hochschule Döpfer mit 44 Studienanfänger*innen ohne allgemein Hochschul- und Fachhochschulreife sowie die Fachhochschule für Finanzen Brandenburg (32) und die Fachhochschule Potsdam (27). Die Zahl der Studierenden ohne schulische HZB bleibt mit 632 Personen im Jahr 2024 ebenfalls auf einem konstanten Niveau, nachdem sie in den frühen 2010er-Jahren kurzzeitig höhere Werte erreicht hatte. Besonders deutlich ist jedoch das Wachstum bei den Hochschulabsolvent*innen: Ihre Zahl steigt von 100 im Jahr 2010 auf 168 im Jahr 2024. Dies zeigt, dass immer mehr beruflich Qualifizierte ihr Studium erfolgreich abschließen.