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Zahlen, Daten, Fakten aus Sachsen


In Sachsen entscheiden sich seit vielen Jahren zunehmend Menschen für ein Studium ohne (Fach-)Abitur. Die aktuellen Daten zeigen eine merklich positive Entwicklung. Der Anteil der Studienanfänger*innen ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung (HZB) lag 2010 noch bei 0,6 Prozent und entwickelte sich in den folgenden Jahren zunächst moderat, bevor er ab 2015 deutlich anstieg. Zwischen 2016 und 2020 erreichte er mit Werten zwischen 1,5 und 1,8 Prozent eine stabile Hochphase. 2024 liegt der Anteil der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur bei 1,7 Prozent. Auch der Anteil der Studierenden ohne schulische HZB zeigt seit 2010 insgesamt eine positive Entwicklung und beträgt 2024 1,2 Prozent. Besonders deutlich ist der langfristige Anstieg bei den Hochschulabsolvent*innen: Ihr Anteil steigt von 0,3 Prozent im Jahr 2010 auf 1,3 Prozent im Jahr 2024.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den absoluten Zahlen wider. Die Zahl der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur lag zu Beginn des Beobachtungszeitraums bei 122 Personen und steigt bis 2024 auf 333 Personen an. Besonders stark fällt der Zuwachs zwischen 2014 und 2019 aus, als sich die Zahlen mehr als verdoppeln. Die Mehrheit der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur in Sachsen ist an einer staatlichen Hochschule immatrikuliert (259), danach folgen private Hochschulen (42). Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft spielen eine untergeordnete Rolle (32). Zu den drei nachgefragtesten Hochschulen gehören die Palucca Hochschule für Tanz Dresden mit 55 Studienanfänger*innen ohne allgemeine Hochschul- oder Fachhochschulreife sowie die Technische Universität Dresden und die Hochschule der Sächsischen Polizei (je 43). Die Zahl der Studierenden ohne schulische HZB zeigt ebenfalls eine langfristig positive Tendenz: von 369 Personen im Jahr 2010 auf 1.194 Personen im Jahr 2024. Die Zahl der Hochschulabsolvent*innen ohne schulische HZB wächst über die Jahre besonders dynamisch: von 54 im Jahr 2010 auf 251 im Jahr 2024.