Der Online-Studienführer für alle beruflich Qualifizierten

Zahlen, Daten, Fakten aus Hessen


In Hessen entscheiden sich seit vielen Jahren stetig mehr Menschen für ein Studium ohne (Fach-)Abitur. Die aktuellen Daten zeigen, dass der Hochschulzugang über eine berufliche Qualifikation im Land deutlich an Bedeutung gewonnen hat und 2024 in mehreren Bereichen hohe Werte erreicht. Bereits 2010 lag der Anteil der Studienanfänger*innen ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung (HZB) bei 1,8 Prozent, stieg in den folgenden Jahren moderat an und erreichte 2020 Spitzenwerte von über vier Prozent. Nach leichteren Schwankungen liegt der Anteil 2024  bei 3,2 Prozent. Auch der Anteil der Studierenden ohne (Fach-)Abitur zeigt seit 2010 eine insgesamt positive Entwicklung und erreicht 2024 einen Wert von 2,5 Prozent. Bei den Hochschulabsolvent*innen ist der langfristige Aufwärtstrend besonders sichtbar: Ihr Anteil steigt von 0,9 Prozent im Jahr 2010 auf 2,6 Prozent im Jahr 2024.

Diese positiven Entwicklungen spiegeln sich auch in den absoluten Zahlen wider. Die Zahl der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur steigt zwischen 2010 und 2024 von 677 auf 1.367 Personen und verdoppelt sich damit in diesem Zeitraum. Nach einem besonders starken Anstieg im Jahr 2017 bleibt das Niveau seither relativ stabil. Die Mehrheit der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur in Hessen ist an einer privaten Hochschule immatrikuliert (765). Danach folgen staatliche Hochschulen (593). Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft spielen eine untergeordnete Rolle (9). Zu den drei nachgefragtesten Hochschulen gehört die DIPLOMA Hochschule - Private Fachhochschule in Nordhessen mit 491 Studienanfänger*innen ohne allgemeine Hochschul- und Fachhochschulreife, gefolgt von der Frankfurt University of Applied Sciences (112) und der Hochschule Fresenius mit Standorten in Idstein, Frankfurt und Wiesbaden (79). Besonders dynamisch fällt das Wachstum bei den Studierenden ohne schulische HZB aus: Ihre Zahl steigt von 3.016 Personen im Jahr 2010 auf 6.203 Personen im Jahr 2024. Auch die Zahl der Hochschulabsolvent*innen ohne schulische HZB entwickelt sich deutlich positiv: Sie steigt von 253 im Jahr 2010 auf 1.089 im Jahr 2024 und hat sich damit im Laufe der Zeit mehr als vervierfacht.